Eichelkaffee

Foto:Stephan Hoppenheidt
Foto:Stephan Hoppenheidt

Mit dem Ende des Sommers beginnt in der Natur die Aussaat für das nächste Jahr, was bedeutet, dass wir Menschen von der Natur etwas bekommen, was uns über den Winter bringt – Nahrung.Neben süß-lockenden Beeren und Früchten bietet auch die Eiche eine Nahrungsquelle – die Eichel.

Die Eichel kann sowohl zu Mehl verarbeitet werden (dazu in einem folgenden Beitrag mehr) als auch als Kaffee-Ersatz wohl schmecken. Früher wurde der Eichelkaffee in Notzeiten getrunken, wenn es keinen echten Kaffee gab, heute ist dies wohl eher nicht mehr der Fall. Doch gibt es einige Gründe um Eichelkaffee zu trinken, und nicht nur gesundheitliche.
Zum einen wirkt Eichelkaffee heilsam auf gereizte Verdauungsorgane und senkt den Blutzucker, was ihn vor allem für Diabetiker sehr geeignet macht. Zusammen mit Zimt, der den Eichelkaffee noch wohlschmeckender macht, wirkt er sogar doppelt blutzuckersenkend.

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langsam in der Pfanne rösten

Zum anderen findet man in jedem Wald Eichen. Wenn man keine Rückenprobleme hat, sollte man sich bücken und die Früchte (Eicheln) sammeln. Günstiger geht es nicht.
Bleibt aber bei dem ganzen Ersparnis zu erwähnen, dass die Herstellung etwas Zeit erfordert. Wer keine Lust drauf hat, kann Eichelkaffee auch fertig kaufen und sollte jetzt aufhören zu lesen 😉

  1. Zu nächste müssen die Eicheln von ihrer harten Schale befreit werden. Das geht mit einem Nussknacker aber auch mit einem Messer.
  2. Nach dem Schälen hängt noch eine dünne Schicht an den Früchten, die muss ebenfalls entfernt werden. Diese kann man mit einem Messer abschaben. Wer keine Lust dazu hat, kann die Eicheln auch in heißes Wasser legen und kurz ziehen lassen. Die Pelle sollte sich dann von alleine lösen.
  3. Anschließend werden die Eicheln in kleine Stücke geschnitten.
  4. Die Eichelstücke in einer Pfanne langsam rösten. Immer wieder umrühren, damit die Eicheln nicht zu schnell schwarz werden, sondern langsam ins Braune und dann ins Dunkelbraune gehen. Wie lange die Röstung dauert hängt davon ab, wie stark Sie ihren Eichelkaffee haben möchten. 15-30 min sollte reichen.
  5. Die fertig gerösteten Eicheln werden nun in einer Kaffeemühle zermahlen. Alternativ kann man diese auch in einem Mörser zerkleinern.
  6. Das fertige Eichekaffee-Pulver in einen Topf geben oder in eine Tasse, wie auch immer. Für eine Tasse Eichelkaffee braucht man einen gehäuften Teelöffel Pulver – wer es gerne kräftiger mag bis zu einem Esslöffel.
  7. Eine Tasse Eichelkaffee benötigt 1,5 Tassen Wasser. Die halbe Tasse Wasser verbindet sich mit dem Pulver und wird ungenießbar.
  8. Das Wasser mit dem Pulver kurz aufkochen.
  9. Jetzt das ganze Filtern. Kaffeefilter sind aus eigener Erfahrung nicht die beste Wahl, da das Wasser dort nur sehr langsam durchläuft. Besser geeignet ist ein Teesieb.
  10. Fertig!

Viel Spaß beim nachkochen.

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